Dass Mario Draghi nicht zwischen Risikoreduzierung und Risikoverteilung differenziert, ist eine verräterische Aussage

Mario Draghi warnte vor dem EU-Parlament in Brüssel vor einer Differenzierung zwischen Risikoreduzierung und Risikoverteilung, und er drängte zu einer schnellen Umsetzung von „EU-Reformen“, wie die Einführung einer europäischen Einlagensicherung für Banken, einer Arbeitlosenrückversicherung, eines so genannten Backstops beim Euro-Rettungsfonds ESM. Dazu der AfD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Finanzausschusses Dr. Bruno Hollnagel: „Mario Draghi warnt davor, „zu sehr zwischen Risikoreduzierung und Risikoverteilung zu differenzieren“ [Börsen-Zeitung, 10.07. 2018, S- 4]. Das ist eine verräterische Aussage, die an der Sache vorbeigeht! Draghi suggeriert damit, dass eine Risikoreduzierung gleichzusetzen wäre …

EU-Norm zur Festlegung von Emissionswerten von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen – Missachtung bundesdeutscher Interessen und des Subsidiaritätsprinzips

Die neue EU-Verordnung setzt die Grenzwerte für Kohlenwasserstoffe (HC), Stickoxide (NOOx), Kohlenwasserstoffmonoxid (CO), Nichtmethankohlenwasserstoffe (NMHC) und Feinstaub fest. Gemessen wird im WLTP-Zyklus. Die Emissionswerte werden jetzt so angesetzt, dass für PKW und leichte Nutzfahrzeuge lediglich ein maximaler Verbrauch von ungefähr 4 l je 100 km möglich ist. Damit läutet die EU-Verordnung das Ende des Verbrennungsmotors ein. Alleine die AfD hat diese Problematik (in der Person und im Antrag Doktor Spaniel) im Deutschen Bundestag thematisiert. Sie strebte dabei eine Subsidiaritätsklage an, wurde aber von allen anderen Fraktionen …

Stillstand auf dem EU-Gipfel – Deutschland hat kein Konzept für Reformen

Das vollmundig angekündigte Euro-Gipfeltreffen endete kleinlaut mit einer 18 Zeilen umfassenden Erklärung: Die Reform der Währungsunion wird weiter aufgeschoben. Damit sind Projekte wie Eurozonen-Budget, EU-Sparerfonds und neue Kreditlinien beim Euro-Rettungsschirm ESM vorerst vertagt. Dazu der AfD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Finanzausschusses Dr. Bruno Hollnagel: „Eine überhastete Weichenstellung in Richtung einer vertieften Haftungs- und Transferunion ist uns vorerst erspart geblieben. Wir können von Glück reden, dass zumindest kleinere EU-Staaten, allen voran die Niederlande durch ihren Premierminister Mark Rutte, Rückgrat zeigen. Aber auch Finnland, Österreich, Luxemburg, Belgien und die …

Migrationsproblematik – Spagat zwischen Nächstenliebe und ökonomischer Vernunft

Das mit Abstand am emotionalsten im Bundestag debattierte Thema ist die Migration, bei der sich aktuell mehrere Argumentationslinien ausmachen lassen: Die ethisch-moralische Argumentation: Hier meint man, (allen) Menschen in Not helfen zu müssen. Konsequent zu Ende gedacht hieße das, dass Deutschland allen Flüchtlingen eine sichere Zuflucht bieten müsste. Dies blendet jedoch die Tatsache aus, dass viele Flüchtlinge gar nicht in Not sind, sondern sich allenfalls – auf dem Weg in ein „besseres“ Leben – selbst in eine Notlage bringen. Zwei Fakten erscheinen in diesem Zusammenhang interessant: …

Flüchtlinge in Seenot

Seenot ist als ein Zustand definiert, in dem ohne fremde Hilfe unabwendbare Gefahr für Gesundheit und Leben von Besatzung oder Passagiere auf dem Wasser gegeben ist. In einem internationalen Abkommen von 1982 haben sich Küstenanrainerstaaten verpflichtet, in küstennahen Gewässern eine Seenotrettung aufzubauen. Um die Überlebenswahrscheinlichkeit für die Schiffsbesatzung und Passagiere von in Seenot geratenen Schiffen zu erhöhen, gibt es internationale Abkommen wie das SOLAS-Übereinkommen (Safety of Life at Sea). Dort ist unter anderem geregelt, dass jedes Schiff Rettungsmittel an Bord haben muss. Andreas Mrosek stellt in …

Ideologische Blindheit

Basierend auf eine kleine Anfrage titelte Spiegel online am 21.6.2018[1]: „Deutschland macht 2,9 Milliarden € Gewinn mit Griechenland-Hilfe“. Der Grünen-„Haushaltsexperte“ Sven-Christian Kindler meint, Deutschland hätte massiv von der Krise in Griechenland profitiert und führt aus: „Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung mit Milliarden an griechischen Zinsgewinnen den deutschen Haushalt saniert“. Schön wär‘s. Doch leider ist festzustellen, dass die Kredite an Griechenland erhebliche Risiken beinhalten, die natürlich zu bezahlen sind und dass der Grünen „Experte“ zu erwähnen vergisst, dass die Zinszahlungen aus neuen Krediten gezahlt wurden. …

Falsches Spiel von Merkel und Macron in Meseberg

Transfervorbereitungen unter dem Deckmantel von Versprechungen für Sicherheit und Wohlstand für Europa: Zur Vorbereitung des EU-Gipfels am 28. / 29. Juni in Brüssel, auf dem der Fahrplan der weiteren Entwicklung in der Europäischen Union besprochen werden soll, trafen sich am 19. Juni auf Schloß Meseberg der französische Präsident Emmanuel Macron und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und eine Vielzahl von Ministern. Bei diesem Treffen wurde ein „Deutsch-französischer Fahrplan“ für das Euro Währungsgebiet erarbeitet. Die wichtigsten Eckpunkte wurden in der Meseberger Erklärung (https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2018/06/20 18-06-19-erklaerung-meseberg.html) auf der Internetseite …