Dr. Bruno Hollnagel: USA verlieren an Einfluss

Die machtpolitische Stellung der USA beruhte auf mehreren Säulen. Das Einstehen für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, die militärische Stärke, die wirtschaftliche Stärke, aus der starke Einflüsse resultieren,und die Welt-Reserve-Währung Dollar.

Die moralische Stärke hat die USA eingebüßt. Gründe sind vor allem die Irak-Kriegsgrund-Lüge [1] und Guantanamo [2], und andere moralische Verfehlungen, wie das Verschleppen von Personen [3].

Nun gerät eine zweite Säule ins Wanken: der Dollar als Welt-Reserve-Währung. Mit dem Chinesischen Yuan ist dem Dollar mittlerweile eine starke Konkurrenz erwachsen: Neuerdings werden Ölrechnungen mit Katar und Venezuela in Yuan beglichen und Gold auf Yuan-Basis gehandelt. Die EZB sieht sich veranlasst, den Yuan als Reservewährung zu akzeptieren und China eröffnete ein Zahlungssystem für Yuan und Rubel.

Indem (wenn auch noch kleine) Teile des Welthandels in Yuan abgewickelt werden, wird es den USA immer schwerer fallen, Teile ihrer Leistungsdefizite durch (neu gedruckte) Dollars zu finanzieren.

Im Ergebnis bröckelt die Macht der USA, während Chinas Einfluss steigt. Langsam aber sicher ändern sich die Machtverhältnisse. Zugleich müssen wir leider erleben, wie die Zukunft Deutschlands durch die Transferunion, ausufernde Haftungen und die Flüchtlingsproblematik akut gefährdet ist.

Quellen:

[1] Die USA rechtfertigten ihren Krieg gegen den Irak damit, dass dieser Massenvernichtungsmittel besäße und Verbindung zum Terrornetzwerk Al-Qaida hätte. Im Irak wurden keine Massenvernichtungsmittel gefunden. Der Bericht der 9/11 Kommission vom Juli 2004 konnte keine Verbindung zum Terrornetzwerk finden.

[2] Folter von Gefangenen außerhalb des Staatsgebietes.

[3] https://www.forum-sicherheitspolitik.org/showthread.php?tid=3172