Wiederholt sich der Horror-Sommer 2015?

Die Türkei erwägt angeblich, das sogenannte Flüchtlingsabkommen mit der EU aufzukündigen. Slowenien reagiert, und schickt vorsorglich reguläre Truppen an die Grenze zu Kroatien. Von einer Reaktion der EU (verstärkte Grenzkontrollen, Einstellung der Hilfszahlungen an die Türkei o. ä.) ist nichts zu vernehmen.

Unabhängig davon stieg zuletzt die Anzahl der illegalen Einwanderer, die sich von Kroatien über die grüne Grenze nach Slowenien durchschlugen.

Vermutlich ist die mögliche Aufkündigung des sogenannten Flüchtlingsabkommen mit der EU als Reaktion Ankaras auf die Verlängerung der EU-Sanktionen, die gegen die Türkei aufgrund des Zypern-Konflikts verhängt wurden, zu verstehen.

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu habe angeblich am Montag (22. Juli 2019) erklärt, dass sein Land den »Flüchtlings«-Deal mit der EU bereits aufgekündigt habe.

Die Gründe:

Angeblich habe Brüssel die zugesagten Zahlungen nicht vollständig geleistet.

Zudem sei die Regierung in Ankara darüber verärgert, dass die EU wegen der Erdgas-Bohrrechte im östlichen Mittelmeer Sanktionen gegen die Türkei verhängt hatte.

Angeblich hielten sich mehr als eine halbe Million Syrer alleine in Istanbul auf, die dort einen vorübergehenden Schutzstatus genössen. Die Gesamtzahl sogenannter Flüchtlinge in der Türkei werde derzeit auf weit über drei Millionen geschätzt.

Ein weiterer Grund könne sein, dass sich die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber den sogenannten Flüchtlingen gedreht habe. Immer offener werden Syrer aufgefordert, das Land zu verlassen.

„Solange die Türkei den »Flüchtlingen« Sicherheit garantierte – und dies hieß vor allem Schutz vor Deportationen – entschieden sich Hunderttausende Syrer, freiwillig in der Türkei zu bleiben und nicht weiter nach Europa zu ziehen. Das könnte sich jetzt sehr schnell ändern!“

Quelle: https://www.deutschland-kurier.org/tuerkei-kuendigt-angeblich-eu-fluechtlingsabkommen-auf-slowenien-schickt-soldaten-an-die-grenze-kehrt-der-horror-sommer-2015-zurueck/