Ineffizienz der Ökosteuer

Die Ökosteuer wurde 1998 eingeführt. Das Aufkommen wurde bis 2003 auf 18 Mrd. € gesteigert.[1]

Die Lenkungsfunktion der Ökosteuer ist umstritten. Es ist zu konstatieren, dass die Ökosteuer eher fiskalischen Zwecken diente,[2] als dem Ziel die Umweltbelastungen zu verringern.

Die Auswirkungen der Ökosteuer sind grotesk;[3] denn:

  • sie enthält keinerlei Anreiz, den Schadstoffausstoß zu reduzieren, sondern verteuert lediglich einige Kraftstoffe,
  • ist planwirtschaftlich statt marktwirtschaftlich und deswegen ineffizient,
  • ist ein Umverteilungsvehikel, in dem die Lohnnebenkosten zu Lasten von normalen Energieverbrauchern entlastet werden,
  • die größten Energieverbraucher profitieren von der Ökosteuer, weil sie von ihr befreit sind und gleichzeitig in den Genuss sinkender Sozialabgaben kommen,
  • ist mit zusätzlichen Bürokratiekosten verbunden.

Was die Wirkung auf die Umwelt betrifft, konstatiert der Deutschlandfunk am 29. 3. 2019 treffend: Die Rentner profitieren, die Umwelt kaum.[4] Damit ist die Ökosteuer hinsichtlich des vorgeblich angestrebten Ziels, wenn schon nicht gescheitert, so doch zumindest uneffektiv. Sie ist ein planwirtschaftliches Umverteilungsinstrument.


[1] Steiner, Viktor in Wochenbericht des DIW Berlin, 13-14/2010.

[2] Steiner, Viktor in Wochenbericht des DIW Berlin, 13-14/2010.

[3] https://www.welt.de/print-welt/article631590/Die-Auswirkungen-der-Oekosteuer-sind-grotesk.html

[4] https://www.deutschlandfunk.de/20-jahre-oekosteuer-rentner-profitieren-die-umwelt-bisher.697.de.html?dram:article_id=444973