Die EZB steuert auf die Klippen zu – ein Kurswechsel ist überfällig

In einem Memorandum kritisieren ehemalige Notenbanker die Politik der EZB. Sie sei auf wirtschaftlich unhaltbare Abwege geraten, denn letztlich würde die EZB auf Umwegen und verbotenerweise Staaten finanzieren. Maßnahmen, dies zu verhindern, seien dringend zu ergreifen. Dr. Hollnagel, Mitglied des Finanzausschusses erklärt hierzu:
„Die EZB handelt nachweislich zum Nachteil der EU-Mitgliedsstaaten und ihrer Bevölkerung.“

„Die zu Recht kritisierte Wiederaufnahme der Anleihekäufe, die negativen Nebeneffekte der Geldpolitik und ein Inflationsziel (1,5 – 2,0 %) begünstigen den weiteren Verfall unserer gemeinsamen Währung. Mit dem instabileren und schwächeren Euro erwachsen auch unseren Bürgern Nachteile: eine schwindende Kaufkraft ist schon jetzt zu verzeichnen. Nun droht ein großer Schritt in eine Rezession, bei der die EZB nicht mehr durch Zinssenkungen gegensteuern kann. Sie hat sich selbst ihrer Möglichkeiten beraubt.

Die desaströse Null-Zinspolitik hat Staaten und Unternehmen dazu verleitet, sich über Gebühr zu verschulden. Kapitalfehllenkungen, Staatsüberschuldung und eine Zombifizierung der Wirtschaft sind die Folgen. Das Gespür von Risiken ist verloren gegangen – die Zinshöhe spiegelt die Risiken nicht mehr wider. Es droht das Platzen der Anleihe- und Immobilienblase, sowie eine veritable Bankenkrise, die durch die Haftungsketten in eine Weltwirtschaftskrise nie gekannten Ausmaßes münden kann.

Dass sich renommierte Ökonomen nun endlich kritisch gegenüber der EZB äußern, wie die AfD es bereits seit langem tut, ist zu begrüßen; ob es wirkt, das ist zu bezweifeln. Eine Kurswende ist längst überfällig!“

Quelle: https://www.nzz.ch/wirtschaft/alt-notenbanker-werfen-der-ezb-in-gemeinsamem-memorandum-verbotene-staatsfinanzierung-vor-ld.1512804