Neue Verordnung zu Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei Gebäuden

Auf rund 24 Seiten enthält die neue Verordnung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 34c des Einkommensteuergesetzes einen umfangreichen Katalog mit Mindestanforderungen für Wärmedämmung von Wänden, Dächern, Geschossdecken, Fenstern und Außentüren, Lüftungsanlagen, Heizungsanlagen, den Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs-Verbrauchsoptimierung, und für die Optimierung bestehender Heizungsanlagen (sofern sie älter als zwei Jahre sind). Auf Anfrage bezüglich der Wirtschaftlichkeit (Kosten/Einsparungen) wurde seitens der Regierung nur eine allgemeine Aussage getroffen. Doch ausweislich der Energieausweise würden sich die Ausgaben rechnen.

Meine Meinung: wenn sich energetische Investitionen tatsächlich rechnen, liegt es im eigenen Interesse des Hauseigentümers, entsprechende Maßnahmen durchzuführen. Einer Verordnung, ihrer Umsetzung und Kontrolle, samt der damit zusammenhängenden Kosten, bedarf es dann nicht. Sollten die Maßnahmen aber nicht wirtschaftlich umzusetzen sein, führt die Umsetzung der Verordnung zu Geldverschwendung auf der einen, aber kaum messbaren ökologischen Auswirkungen auf der anderen Seite. Planwirtschaftlicher Aktionismus führt zu Kapitalfehllenkungen.

Wissenschaftlich angeratene Umweltpolitik sollte – sofern erforderlich – mithilfe von Grenzwerten, statt mit diversen Ge- und Verboten, geregelt werden. Wie jemand etwaige Grenzwerte erreicht, sollte jedem selbst überlassen bleiben.