Schluss mit der Debatte um Helikoptergeld – wir brauchen echte Reformen!

Die Corona-Epidemie geht auch an der ohnehin schwächelnden Wirtschaft in Hongkong nicht spurlos vorüber. Die Regierung hat nun verkündet, jedem Bürger einmalig umgerechnet 1.180 Euro auszuzahlen zu wollen.

Dr. Bruno Hollnagel, Mitglied im Finanzausschuss, erklärt dazu:

„Das sog. Helikoptergeld, bei dem ein festgelegter Geldbetrag an jeden Bürger ausgezahlt wird, ist auch bei uns immer wieder im Gespräch. Tatsächlich scheint die EZB ein Helikoptergeld schon informell in ihren Instrumentenkasten aufgenommen zu haben. Neben dem Quantitative Easing und dem Niedrigzins wäre das ein drittes – nach Ansicht der Börsenzeitung sogar das umfangreichste – Instrument.
Allerdings schadet Helikoptergeld mehr, als dass es nützt. Auch in Hongkong wird man das beispielhaft sehen.

Denn das Geld-„Geschenk“ wird die Inflation steigern und so die Kaufkraft von Einkommen und Ersparnissen nachhaltig vermindert. Das Pseudo-Geschenk wird sich als Verlust erweisen.

Was wäre der richtige Weg? Eine Steuersenkung.

In Deutschland böte sich eine Senkung der Mehrwertsteuer an. Sie würde die Kaufkraft von Einkommen und Vermögen steigern und dadurch einen Wachstumsimpuls geben.“