Die Globalisierung stagniert

Das Corona-Virus und seine möglichen Auswirkungen erzwingen einen neuen Blick auf die Globalisierung.

Schon seit längerem stagniert der internationale Handel (und die Direktinvestitionen) gemessen an der globalen Wirtschaftsleistung. Die Gründe sind wirtschaftsrationaler Natur:

  • Die Kostenunterschiede zwischen den Wirtschaftsräumen sind weitgehend erkannt und im Wirtschaftsgeschehen berücksichtigt.
  • Die Transportkosten (und Klimaeffekte) rücken zunehmend in den Fokus und lassen Transporte ungünstiger erscheinen.
  • Angesichts der technologischen Entwicklung (Roboter, IT, 3D-Drucker) sind Lohnkosten immer weniger relevant.
  • Auch wird das Risiko langer Lieferketten angesichts des Corona-Virus augenfällig.
  • Dienstleistungen sind – von Ausnahmen abgesehen – nicht globalisierbar.

Dennoch beinhaltet eine Globalisierung für betroffene Unternehmen spezifische Vorteile: Sie können 24 Stunden am Tag ohne Überstundenaufschlag produzieren/forschen/entwickeln und ermöglichen einen umfassenderen Zugriff auf Humanressourcen.