Wenn die Medizin gefährlicher ist, als die Krankheit

Das ifo-Geschäftsklima ist abgestürzt. Der von der Regierung verordnete Shutdown wird also seine Wirkung entfalten. Die zu erwartenden volkswirtschaftlichen Verluste werden laut Tagesschau vom 25. März, je nach Szenario, 255 bis 729 Mrd. € für Deutschland betragen. Dabei noch nicht enthalten sind Beträge, die aus der Mithaftung und den Zahlungen für EU-Programme, für das Kurzarbeiterprogramm „Sure“, für ESM, EIB, EZB, oder dem geplanten „Recovery Fund“ resultieren können. Prof. Clemens Fuest (ifo-Institut) sagte: „Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist.“

Werfen wir einen Blick jenseits unserer Staatsgrenzen, so kommt hinzu, dass die Kappung der Lieferketten anderswo ca. 30 Mio. Menschen trifft, die – nun ohne Geld – zum Teil vom Hungertod bedroht sind.

Die Bundestagsfraktion der Alternative für Deutschland hat deswegen einen Ausstieg aus dem Shutdown, beginnend mit dem 14. April, gefordert, und befindet sich diesbezüglich an der Seite von Österreich. Der Ausstieg soll mit Augenmaß, unter strenger gesundheitlicher Kontrolle und unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln erfolgen. Damit wird sowohl den gesundheitlichen als auch wirtschaftlichen Erfordernissen Rechnung getragen. Die Menschen brauchen eine Perspektive. [siehe auch: Der Weg aus dem Shutdown]

Laut dem am vergangenen Donnerstag (9. April) vorgestellten Zwischenergebnis einer Studie in Nordrhein-Westfalen haben 15 Prozent der Bürger in der Gemeinde Gangelt nun eine Immunität gegen das Virus ausgebildet. Die Wahrscheinlichkeit, an der Krankheit zu sterben, liegt demnach, bezogen auf die Gesamtzahl der Infizierten, bei 0,37 Prozent. Die in Deutschland derzeit von der amerikanischen Johns Hopkins University berechnete entsprechende Rate liegt mit 1,98 Prozent um das Fünffache höher.