Kurz und knapp

Ausgewählte aktuelle Zahlen und Fakten zu den Auswirkungen der durch die Bundesregierung eingeleiteten Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus

Die Zahl der von der Corona-Krise hart getroffenen Unternehmen hat sich innerhalb von 3 Wochen fast verdoppelt. Bei einer Umfrage des DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V.) gaben von rund 15.000 befragten Unternehmen mehr als 92 Prozent an, dass sie bereits Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Geschäfte spüren. Jedes vierte Unternehmen schreibt mehr als die Hälfte des Umsatzes ab. 38 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie aufgrund der Pandemie Personal abbauen müssen – und fast jedes fünfte Unternehmen fürchtet eine Insolvenz.

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Blitz-Umfrage, Stand 27.03.2020

Die Bundesregierung rechnet für das laufende Jahr 2020 damit, dass es aufgrund der Corona-Krise rund 2,35 Millionen Kurzarbeiter in Deutschland geben wird. Das wären deutlich mehr als im Jahr 2009, als aufgrund der Finanzkrise Kurzarbeitergeld für ca. 1,14 Millionen Beschäftigte beantragt wurde. Laut dem Papier rechnet die Bundesregierung mit Kosten in Höhe von mehr als 10 Milliarden Euro.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Der Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland März 2020

Das deutsche Rentensystem kommt an seine Grenzen: Die vom Coronavirus ausgelöste Wirtschaftskrise wirkt sich auch auf das Rentensystem aus: Mit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit sinkt auch die Zahl derjenigen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Gleichzeitig steigen die Renten weiter an. Für die Finanzierung der Altersvorsorge dürfte das zu einem Problem werden. „Sicher ist jetzt schon: Die Rentenbeiträge für Arbeitnehmer werden steigen“, analysiert Jennifer Garic.

Quelle: Capital Online, Jennifer Garic, 15.04.2020