Der Fall Wirecard

Bei dem Finanzdienstleister Wirecard sollten sich ca. 1,9 Mrd. € auf Treuhandkonten befinden. Diese sind nicht auffindbar.

Der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld, meint dazu:

„Das ist ein komplettes Desaster, das wir da sehen, und es ist eine Schande, dass so etwas passiert ist.“ Diese Erkenntnis kommt für die Aktionäre von Wirecard zu spät. Und leider sind noch weitere offenbar ähnlich gelagerte Fälle zu beklagen, wie die Skandale rund um P&R, Prokon und S&K zeigen. Auch Cum-Ex-, Cum-Cum- und Cum-Fake-Geschäfte werfen kein gutes Licht auf die BaFin.

Trotz dieser Schwächen soll sich die Bafin – so der Wille der Regierung – zukünftig zusätzlich bundesweit die selbständigen Finanzvermittler kontrollieren. Die AfD hält das für kontraproduktiv.

Es gilt, Vertrauen zurückzugewinnen. Anleger müssen sich auf die Aussagen der BaFin verlassen können. Das ist offenbar derzeit nicht der Fall.