Propagandapresse gefährdet die Demokratie

Demokratie benötigt kritische Positionen, statt rückratloser Hofberichterstattung. Die Medien sollten nicht den Interessen der Regierungspolitik dienen, sondern denen der Bürger.

Ich erinnere mich noch an Zeiten, zu denen bestimmte Zeitungen verschiedene Ansichten in unterschiedlichen Schrifttypen wiedergaben, und so eine eigene Meinungsbildung förderten. Davon sind wir heute weit entfernt. Schon beim Migrationspakt erwiesen sich die meisten Medien – die öffentlichen sowieso – als unkritische Propagandisten[1] und Speichellecker der Regierung.

Eine Studie der Universität Passau[2] stellt nun der Seriösität bei ARD und ZDF ein vernichtendes Urteil aus: danach folgen sie der „ideologische(n) Marschrichtung der (herrschenden) Politik“.

Unter anderem wird im Einzelnen angeführt:

  • Der Corona-Ausnahmezustand wurde als eine „neue Normalität“ dargestellt und führte zur „Verengung“ des Weltbildes durch eine „Ausblendung“ aller anderen gesellschaftlich relevanter „Gemengelagen.“ Die Verengung der Sichtweise duldet keine Andersdenkenden und entlarvt sich damit als Propagandamittel.
  • Während der Virologe Dr. Christian Drosten bei ZDF und ARD zum Helden hochstilisiert wurde, werden andere ausgewiesene Experten mit anderen Auffassung totgeschwiegen.
  • Visuell und textlich wurde Panik erzeugt, der Virus und der Shutdown (Lockdown) gleichsam als identisch „inszeniert“, wodurch die von der Politik ergriffenen Maßnahmen als alternativlos erscheinen. Etwaige Kritiker der praktizierten Politik wurden somit im Vornherein diskreditiert.
  • Wenn die Moderatoren (der Corona-Sondersendungen) die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Einschränkung der Grundrechte stellen, so sind diese Fragen jedoch im Prinzip als rhetorische Fragen zu verstehen, deren Beantwortung – von Politikern einerseits, und innerhalb redaktioneller Berichte andererseits – die ideologische Marschrichtung der Politik konsolidiert.

Nun werden wir – zumindest medial – auf die zweite Corona-Welle[3] eingestimmt. Sie wird schon deswegen kommen, weil die erste Welle der CDU/CSU erhebliche Stimmenzuwächse brachte.

Übrigens: bei einer Neuinfizierung von 1.500 Fällen pro Tag würde es ca. 105 Jahre dauern, bis 70 % der Bevölkerung in Deutschland infiziert worden wären und damit eine sogenannte Herdenimmunität (ohne Impfung) hergestellt wäre. Die von Regierung geschürte hysterische Angst (s. o.) könnte also tatsächlich zur neuen Normalität werden.

Ich plädiere für eine Politik der Vernunft und des Augenmaßes. Wir wollen ein lebenswertes Land: demokratisch und zukunftssicher. Dazu brauchen wir kritische öffentliche Medien, die der Meinungsvielfalt Raum geben, und den Menschen eigene Urteile zugestehen, statt sie bevormunden zu wollen. 

Ich möchte anmerken, dass dieser Artikel durch Tichys Einblick[4] angestoßen wurde.


[1] Junge Freiheit: Studie: Medien waren „Propagandisten“ des Migrationspakts

[2] Studie der Universität Passau: Die Verengung der Welt. Zur medialen Konstruktion Deutschlands unter SARS-CoV-2 und Covid-19 anhand der Formate ARD Extra und ZDF Spezial

[3] RT: Drosten meldet sich zurück: „Zweite Welle wird ganz andere Dynamik haben“

[4] Tichys Einblick: „Pandemie der Medien“ – Uni-Studie kritisiert ARD und ZDF bei Corona-Berichterstattung scharf