Eine Währungsunion ohne Wirtschaftsunion kann nicht funktionieren

Der ehemalige Finanzminister und heutige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sagte am 31. Juli der Wirtschaftswoche: „Eine Währungsunion ohne Wirtschaftsunion kann nicht funktionieren.“

Dem stimme ich zu und wundere mich über die späte Einsicht – oder war es nicht von Anbeginn geplant: Die Einheitswährung als Vehikel für einen EU-Staat?

Zudem ist zu klären, welche Voraussetzungen eine in sich stabile Wirtschaftsunion erfüllen muss. Dazu gehört als Mindestes eine einheitliche Wirtschaftsordnung – etwa die soziale Marktwirtschaft. Gegenwärtig ist von einer solchen Einheit nichts zu spüren: Auf der einen Seite steht die französische zentralistische Auffassung. Sie fordert Solidarität, Harmonisierung (und damit Umverteilung) und beinhaltet planwirtschaftliche, wenn nicht sogar staatsmonopolistische Tendenzen. Auf der anderen ist eine soziale Marktwirtschaft zu finden, die vor allem Vielfalt und eigenverantwortliches Handeln einfordert. Beide Seiten sind dem Wesen nach miteinander unvereinbar.

Meine Ansicht: Da wir keine Wirtschaftsunion haben, sollten wir also den Euro so schnell wie möglich abschaffen. In zahlreichen Beiträgen auf meiner Homepage sind die Nachteile des Euros bereits immer wieder geschildert worden.