EZB gefährdet Spareinlagen

Zur Einführung des Euros versprach man uns: der Euro würde Frieden bringen, doch wir hatten in DM-Zeiten Frieden. Der Euro sollte uns Wachstum bringen, doch wir hatten Wachstum in Deutschland. Der Euro sollte uns eine stabile Währung bringen, doch wir hatten die stabilste Währung der Welt.

Heute haben wir einen schwachen Euro, ein lädiertes Bankensystem, und Haftungsgemeinschaften statt Eigenverantwortlichkeit.

Jetzt übt die EZB durch massive Anleihekaufprogramme faktisch ein Zinsdiktat aus. Dadurch konnte die EZB Negativzinsen durchsetzen. Diese wiederum sind prinzipiell absurd, weil niemand Geld verleiht, wenn er garantiert weniger zurückbekommt, als er gegeben hat (er würde es besser im Safe verwahren) und zudem auch noch Ausfallrisiken tragen muss.

Die Negativzinsen zwangen die Banken in wenig lukrative Kreditgeschäfte, und ließen die Gewinne der Banken erodieren: Die Eigenkapitalrentabilität der Banken ist von 5,1% auf 2,1 % (im 3. Quartal 2020) gesunken.

Die EZB „löste“ das Problem, indem sie Banken Kredite zu Negativzinsen gewährte. Außerdem wurden diese Kredite nicht auf die maximal zulässige Verschuldung der Banken angerechnet. Das zeitigte folgende Ergebnisse:

  1. Die Verschuldung der Banken stieg sprunghaft an und ihre Gewinne stiegen,
  2. Die Banken benötigen keine privaten Gelder mehr, die deswegen zunehmend aus dem Bankensystem verdrängt werden (Aufbewahrungsgebühr oder Kontenkündigung).

Die volkswirtschaftlichen Probleme bestehen in:

  • Abhängigkeit der Banken von der EZB,
  • Überschuldung der Wirtschaft insgesamt,
  • Kapitalfehllenkung einhergehend mit der Zombifizierung der Wirtschaft und erhöhter Risikoanfälligkeit, weil den Risiken keine adäquaten Zinserträge gegenüberstehen,
  • Vernichtung von Sparkapital (Altersvorsorge und Risikovorsorge),
  • massive Eingriffe der EZB in die nationalen Wirtschaftspolitiken (was auch das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 5.5.2020 monierte) und
  • die erfolgreiche soziale Marktwirtschaft (freie Preisbildung) wird unterminiert.

Die EZB hat den Geist aus der Flasche gelassen und wird ihn nicht wieder einfangen können. Dieses süße Gift des „billigen“ Geldes ist eine Scheinlösung, die schließlich durch Kaufkraftverluste teuer – besonders von den Sparern – bezahlt werden muss.

Nur die AfD hat im Parlament gegen diese verderbenbringende Politik gestimmt.