Junckers Ablenkungsmanöver

Der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker tritt die Flucht nach vorne an: Er will die Euro-Zone ausweiten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und SPD-Chef Martin Schulz pochen auf Einhaltung der Vorgaben für EU-Staaten, die den Euro übernehmen wollen. Das ist perfide, denn die Konvergenz- und Stabilitätskriterien werden flächendeckend missachtet – auch von Deutschland! Die Politik ist offenbar nicht willens, oder nicht in der Lage, sich an die eigenen Vorgaben zu halten. Das ist eines der Probleme Europas.

Ein weiteres offenbart sich durch die andauernden eklatanten Verletzungen der No-Bailout-Klausel. Es sollte allen klar sein: Der Euro ist gescheitert. Er macht den Euro-Raum zu einer Haftungsunion.

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Dr. Bruno Hollnagel: Altersarmut – die vernachlässigte reale Gefahr

Welche Gründe auch immer für geringe Altersbezüge verantwortlich sind – ungenügende Rente, Vermögen, Bezüge, … – das gegenwärtige Rentensystem in Deutschland hat entscheidende Mängel: Während ursprünglich eine Familie Eigenvorsorge betreiben musste, wurde die Verantwortung für Altersvorsorge immer mehr zur Aufgabe des Staates. Dabei wurde das Anspar-System (Kapitalstock) in ein Umlagesystem überführt. Das Umlagesystem hat zwei Mängel: Es funktioniert nur dann, wenn die Wirtschaft prosperiert. Konjunkturelle Einbrüche führen schnell zu einem Kollaps des Systems. Zudem verleitet es dazu, die eigenverantwortliche Vorsorge zu vernachlässigen, weil der Staat (wir alle) verantwortlich sind. Sind aber alle verantwortlich, fühlt sich niemand verantwortlich.

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Dr. Bruno Hollnagel: Pläne der Kanzlerin – gefährliche Spielchen hinter verschlossenen Türen

Wie zu lesen war, will die Kanzlerin nach der Bundestagswahl die nächsten Schritte zur Vertiefung der Integration der Eurozone vorantreiben. Was sie darunter versteht, verbirgt sie hinter diffuser Unverbindlichkeit.

Aber so viel sagte sie bezogen auf Europa: „Ich könnte mir auch einen Wirtschafts- und Finanzminister vorstellen“. Damit meint sie offenbar eine abgestimmte Haushalts- und Wirtschaftspolitik. Abgestimmt? Geht das nicht in Richtung einer Planwirtschaft, deren desaströse Folgen jedem Politiker bekannt sein sollte? Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass ein europäischer Wirtschaft- und Finanzminister demokratisch kaum legitimiert ist. Dieser Tatbestand verleitet dazu, dass bei dieser Konstruktion die Finanz- und Wirtschaftsminister der Einzelstaaten bei Fehlentwicklungen die Schuld der höheren – europäischen – Institution zuschieben. Es kommt dann also zu einem System der Unverbindlichkeit. Die daraus resultierenden Fehler werden dann versucht, mit viel Geld (Beschäftigungsprogramme, Initiativ-Pakt, Anstoß-Investition usw.) zu heilen. Das ist teuer und uneffektiv.

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Dr. Bruno Hollnagel: Der Euro ist gescheitert!

Erinnern Sie sich noch? Als man uns die D-Mark „gestohlen“ hatte, da sagte man:

  • Der Euro wird uns Wohlstand bringen – aber wir hatten Wohlstand.
  • Der Euro wird uns Frieden bringen – aber wir hatten Frieden.
  • Der Euro wird uns eine stabile Währung bringen – aber wir hatten die stabilste Währung der Welt!
  • Und man sagte uns auch, dass wir eine unabhängige Zentralbank bekommen würden – wir hatten eine unabhängige Zentralbank.
  • Man versprach uns auch – durch die No-Bailout-Klausel –, dass wir niemals für andere Staaten haften würden.

Was haben wir heute?

Bevor wir diese Frage beantworten, gehen wir zu den Anfängen zurück.

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Konto-Alarm – wehret den Anfängen!

Die EU-Staaten beraten darüber, wie mehrtägige Bar-Auszahlungsstopps umgesetzt werden können:

  • Auszahlungen in einem Basisszenario für bis zu fünf Werktage und in besonderen Fällen für 20 Tage. 
  • Deutschland hat bereits ein Gesetz über Konteneinfrierungen im Falle drohender Bankpleiten.

Noch soll das nicht für Sparkonten gelten. Es besteht die Gefahr, dass allein die Diskussion über die Schutzmaßnahmen vor einem Banken-Run (=Flucht aus Bankenkonten) einen Ansturm auf Banken begünstigt, weil Bankkunden sich veranlasst sehen könnten, schon bei kleineren Anzeichen von Unsicherheiten, ihr Geld abzuziehen.

Es ist wesentlich festzustellen, dass die Bankenkrise offenbar noch nicht überwunden ist. Andernfalls gäbe es keinen Bedarf dafür, über Kontoeinfrierungen ernsthaft zu beraten.
Im Bundestagswahlprogramm der AfD steht, dass wir Konten einführen wollen, die vor der Insolvenz von Banken geschützt sind. Das soll nicht durch eine Bürgschaft des Bundes (und damit der Bürger) erfolgen, sondern indem solche Konten als Sondervermögen bei den Geldinstituten geführt werden müssen.

Was wird geschehen, wenn die Regierung die Zügel weiter schleifen lässt?

Aus der derzeitigen Sicht sind verschiedene Szenarien denkbar. Sie verheißen nichts Gutes:

1.) Die völlig verfehlte Flüchtlingspolitik nimmt ihren Fortgang. Das bedeutet konkret, dass ab dem Jahre 2018 eine vermehrte Zuwanderung im Rahmen der Familienzusammenführung zu erwarten ist. Mit der Folge, dass sich kulturelle Unterschiede verstärkt auswirken, wir noch mehr gering qualifizierte Menschen beherbergen und ausbilden müssen[1], die die Sozialkassen überstrapazieren werden. Ihre Aufnahme wird insbesondere den Niedrig-Lohnsektor erheblich strapazieren. Nach den bisherigen Erfahrungen ist leider auch damit zu rechnen, dass die Kriminalitätsrate in Deutschland steigen[2] und so für Schäden im Land und zu erhöhten Aufwendungen für das Rechts- und Ordnungswesen führen werden. Die kulturellen Unterschiede, die Belastung des Arbeitsmarktes und die finanziellen Belastungen des Staates werden zu weiteren sozialen Spannungen im Lande führen. Zumal der Bundespräsident, erst kürzlich in einem ZDF Interview sagte, man müsse den Bürgern sagen, „dass das eine Riesen Aufgabe ist, die uns möglicherweise Jahrzehnte beanspruchen wird.“[3]

Migrationspolitik verschärft das Rentenproblem

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Sanktionsgesetz der USA: wirtschaftspolitisch motiviert?

Das US-Sanktionsgesetz der USA zielt auf Wirtschaftssanktionen gegen Iran, Nordkorea und Russland. Es handelt sich nach meiner Meinung um ein durchsichtiges Manöver zur Stärkung der amerikanischen Energiewirtschaft. Denn der gegenwärtige Entwurf könnte viele Pipelines betreffen, die Energie (Öl, raffinierte Treibstoffe, Gas) aus Russland nach Finnland, den drei baltischen Staaten und Deutschland transportieren. Es könnte auch das Projekt Nord Stream 2 betreffen, das russisches Gas durch eine Ostseepipeline nach Deutschland bringen soll.

Durch das geplante Gesetz droht eine Behinderung der russischen Gas- und Erdöllieferungen nach Europa bzw. eine Bevorteilung amerikanischer Lieferungen. Diese neuerlichen Sanktionen sind geeignet, Gas und Öl für uns teurer zu machen.

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Warum der Euro scheitern muss

Die Mängel des Euros prinzipieller Art:

1. Wegfall des Wechselkursventils

Bsp.: Der Verlust an Wirtschaftsstärke Italiens in Relation zu Deutschland führte früher dazu, dass die italienische Lira gegenüber der DM abwertete. Das Ergebnis: italienische Produkte wurden in Deutschland billiger und die Nachfrage stieg, während die deutschen Produkte in Italien teurer wurden, und die Nachfrage sank.

Innerhalb Deutschlands gibt es diese Ausgleichzahlungen (Geschenke) durch den Länderfinanzausgleich und den Solidarbeitrag. Umgerechnet auf Europa würde das bedeuten, dass Deutschland ca. 250 Mrd. Euro zahlen müsste (der Bundeshaushalt beträgt ca. 306 Mrd. Euro).

Entfällt das Wechselkursventil, können bei einer Einheitswährung (wie dem Euro) die Unterschiede nicht mehr ausgeglichen werden, sondern sie stauen sich immer mehr auf, bis sie sich in einer Krise entladen. Das zwingt zu Harmonisierungen. Durch die völlig verschiedenen Gegebenheiten sind hinreichende Harmonisierungen nicht, oder nur unzureichend, und nur mit dirigistischen Eingriffen (Planwirtschaft), zu erreichen, welche die bekannten unerwünschten Ergebnisse, wie fehlgelenkte Kapitalströme und uneffektivere Wirtschaft, zeigen.

2. Einheitliche Zentralbankzinsen

Durch vereinheitlichte Zentralbankzinsen kann die Europäische Zentralbank nicht flexibel auf konjunkturelle Unterschiede im Euroraum reagieren. Die Folgen sind zunehmende Spannungen.

Bsp.: Die Überhitzung der spanischen Baukonjunktur hätte eine Erhöhung der Zentralbankzinsen erfordert. Das blieb aber aus, weil zugleich Frankreich und Deutschland eine konjunkturelle Schwächephase erlebte. Stattdessen wurde der Zentralbankzinssatz gesenkt und die Überhitzung der spanischen Baukonjunktur noch weiter angefeuert. Die Folge: eine gigantische spanische Immobilienbase, die schließlich platzte und viele Arbeitslose zeitigte.

3. Prozess der fortgesetzten Polarisierung in einem Einheitswährungsraum

Zur Erinnerung: Zu Zeiten der DM und der Lire führte die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit Italiens zu weniger Exporten. In der Folge wurde die italienische Währung schwächer. Dadurch verbilligten sich italienische Produkte, die deswegen attraktiver wurden und den Export beflügelte. Die Wechselkursänderung führte somit automatisch (Wechselkursventil) zu einem Ausgleich der Wirtschaftsleistung.

Eine Folge eines fehlenden Wechselkursventils ist, dass die Starken immer stärker und die Schwachen immer schwächer werden: Ist der Kapitalzufluss und der Kapitalabfluss zwischen zwei Wirtschaftsgebieten innerhalb einer Einheitswährung nicht gleich, so muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser erfolgt im Regelfall durch Darlehen: Der Stärkere gewährt dem Schwächeren ein Darlehen. Für diese Darlehen müssen aber neben Tilgungen auch Zinsen bezahlt werden. Diese Zinsen stärken den Darlehensgeber, also den Starken, während sie zugleich den Schwachen schwächen, denn der muss diese Zinsen nun zusätzlich aufbringen. Die Ungleichgewichte nehmen also mit der Zeit immer mehr zu, d. h. die Polarisierung schreitet voran.

Werden die Ungleichgewichte nicht durch Darlehen, sondern durch Geschenke abgebaut, so lohnt sich Leistung für die Leistungsträger nicht mehr. Geringere Leistungen aber gefährden die wirtschaftliche Stärke Europas in der Welt.

Auch die, relativ zu früher, schwächere Einheitswährung in einem starken Wirtschaftsgebiet, befördert deren Stärke und schwächt umgekehrt die Schwachen (s. Punkt 2).

4. Bevormundung von Staaten – Eurozentralismus

Die Einheitswährung zwingt unterschiedliche Wirtschaftsphilosophien unter ein Dach. Dazu müssen allgemeingültige Regeln aufgestellt, überwacht und mit Disziplinierungsmaßnahmen durchgesetzt werden. Dadurch verlieren einzelne Staaten Teile ihrer Souveränität, wenn beispielsweise die Haushaltspolitik unter Kuratel gestellt wird – wie in Griechenland. Das Ergebnis: Einmischungen Fremder (EU, IWF usw.) in nationale Angelegenheiten, was unter anderem als Bevormundung oder gar Erniedrigung empfunden wird und zu politischen Spannungen führen kann, so gut die Einmischungen auch gemeint sein mögen.

Wer nicht das tun darf, was nach seiner eigenen Überzeugung richtig ist, verliert das Interesse an der Sache und arbeitet weniger eigenverantwortlich, weil er die Schuld für Fehlentwicklungen anderem anlasten kann. Das bedeutet: Der Zwang zur Vereinheitlichung unter einer Währung führt schnell zu Fremdschuldzuweisungen:

Es war zu erleben, dass die zum Erhalt des Euros als notwendig erachteten „Standards“ letztlich immer mehr zu einem Eurozentralismus hin führten, oder diesen doch zumindest beförderte.

Die Beschneidung des Selbstbestimmungsrechts schuf nicht nur in Griechenland Unfrieden, sondern auch in Spanien und anderswo: Menschen gingen auf die Straßen und demonstrierten gegen das Diktat Europas.

Dass der Euro-Zentralismus keineswegs Garant für eine stringente, zielgerichtete und nachhaltige Politik ist, lässt sich leicht aus zwei Faktoren ableiten:

1. Unter den Europäern herrscht Uneinigkeit, wie exemplarisch die Verhandlungen zum Etat der EU (23. – 24.11.2012) zeigten[1] und

2. Einigungen erfolgen immer auf einem Konsens–Niveau, das niemals optimal sein wird.

Das Ergebnis ist eine Einbuße an ökonomischer Effektivität. Hier soll natürlich nicht einer Diktatur das Wort geredet werden. Vielmehr sei angeregt, der bunten Vielfalt Entfaltungsmöglichkeiten einzuräumen. Im Wettbewerb beispielsweise der Währungen und Wirtschaftsauffassungen würde sich das Bessere bewähren können – so wie es in der Zeit vor dem Euro war. Ein zentralistisch gelenktes Europa hingegen oktroyiert; es engt ein.
Schon Ludwig Erhard warnte vor der Harmonisierung Europas. Für ihn war diese Vorstellung ein „Wahn“.[2]

5. Vertragsbrüche

Wenn Verträge nicht eingehalten werden, so zerbricht der Ordnungsrahmen, der Verlässlichkeit und Planbarkeit schaffen sollte. Das damit verbundene Mehr an Unsicherheit führt zu

  • erhöhten Risikoaufschlägen
  • Unverhältnismäßigkeiten von Leistung und Gegenleistung und sorgt schließlich für den
  • Bruch des Prinzips der Eigenverantwortlichkeit.

Die Vertragsbrüche waren möglich, weil Politiker über die Einhaltung und ggf. Sanktionen von Vertragsbrüchen entschieden. In den Verträgen von Maastricht ist lediglich davon die Rede, dass bestimmte Kriterien eingehalten werden „sollten“. Konkrete Schritte bei Zuwiderhandlungen wurden nicht angedroht. Es ist dort nur von Kann-Möglichkeiten die Rede.

Ein Dieb ist aber niemals geeignet, auch sein eigener Richter zu sein. So kam es zum Bruch der Konvergenzkriterien, des Stabilitätspaktes, der quasi politischen Abhängigkeit der Zentralbank, dem Bruch der No-bailout-Klausel, und anderem mehr.

6. Die vorgebliche Alternativlosigkeit

Einer der elementarer Fehler der Politik war es, den Euro als alternativlos darzustellen. Dies ist

1. sachlich falsch – vorher gab es mehrere Währungen und die europäischen Länder lebten friedlich zusammen – sondern

2. blockierte die Politik selbst und

Beispielsweise wäre Griechenland im Jahr 2010 mit ca. 60 Mrd. zu retten gewesen. Bis zum Ende des Jahres 2014 waren aber bereits mehr als 230. Mrd. geflossen, ohne dass eine substantielle Besserung abzusehen war.

3. blockierte das Denken im Sinne der Suche nach kreativen Lösungen.

[1] Das Gipfeltreffen über die Einigung zum EU-Etat endete im tiefen Zwiespalt: Die Geberländer wollten den Etat begrenzt halten und damit möglichst wenig Geld ausgeben, während die Nehmerländer einen höheren Etat forderten, um möglichst viel Geld zu erhalten.

[2] Ludwig Erhard: „Wohlstand für Alle“, Econ, Neuausgabe 1997, S. 289.

Rede von Dr. Hollnagel: Was ist das Spezifische der Parteien?

Vor 30, 40 Jahren, da wusste man, wofür die Parteien standen: Die FDP für Liberalität, die CDU hatte Wirtschaftskompetenz, die SPD vertrat die Arbeitnehmerinteressen. Und heute? Es gibt nur profillose Altparteien.

Die FDP ist die lobbyistische Umfallerpartei.

Die Grünen sagen, Sie wollten die Natur schützen, aber verschandeln mit Windmühlen die Landschaft und treiben die Stromkosten in die Höhe.

Das Spezifische ist bei den Grünen die ökonomische Ahnungslosigkeit und der Sozialneid.

Die SPD wird geführt von einem Luftballon der aufgestiegen ist, gerade platzt und nun langsam zu Boden sinkt: Martin Schulz – ein Blender, der vorgibt, für die soziale Gerechtigkeit einzustehen.

Doch die gibt es gar nicht. Warum? Niemand ist in der Lage konkret zu sagen, was ein gerechter Lohn ist. Ein gerechter Lohn z. B. eines ungelernten Bauarbeiters. Ist es € 9,50 oder € 10,75 oder € 11,37 oder € 14,25? Niemand weiß das, denn es mangelt an einem objektiven Maßstab für einen sozial gerechten Lohn. Was es gibt, ist einzig ein Gerechtigkeits-Empfinden. Und mit diesem Empfinden spielt Martin Schulz.

Er will eine europäische Arbeitslosenversicherung. Was ist das? Es handelt sich dabei um eine Kasse, in der europaweit alle Arbeitnehmer einzahlen – also auch deutsche. Wird in Europa jemand arbeitslos, so erhält er aus dieser Kasse Arbeitslosenunterstützung. Was heißt das im Klartext?

Betreibt eine europäische Regierung – z. B. Griechenland – eine verfehlte Wirtschaftspolitik, und resultiert daraus Arbeitslosigkeit, dann zahlen deutsche Arbeitnehmer dafür. Deutsche Arbeitnehmer zahlen also für eine verfehlte Wirtschaftspolitik anderer Länder – wie Griechenland. Dafür ist mir der Schweiß bundesdeutscher Arbeitnehmer zu schade! Das nennen Martin Schulz und die SPD „Solidarität“. Ich nenne das: Ausbeutung der bundesdeutschen Arbeitnehmer!

Was ist also das Spezifische der SPD? Das ist eine Sozialromantik, bei der die Steuergelder wie ein warmer Regen vom Himmel fallen.

Kommen wir zur CDU. Es ist eine Partei, die unfähig ist, eigene Programmpunkte zu entwickeln. Sie schreiben ihre Programmpunkte von uns ab. Beispiel gefällig:

  • Doppelpass
  • Einreisebegrenzung
  • Burkaverbot
  • Familiensplitting
  • Grenzkontrollen
  • Verschärfte Abschiebung
  • Einwanderung nach dem kanadischen Muster

Das sind alles unsere Programmpunkte.

Meine Damen und Herrn, an dieser Stelle empfehle ich Ihnen, nicht eine billige Kopie zu wählen, sondern das Original, die AfD!

Sie sollten auch deswegen die AfD wählen, weil die CDU die Programmpunkte nicht umsetzen wird. Ich möchte Ihnen das beweisen:

Zum vierten Mal sind im April abgelehnte Asylbewerber von Deutschland aus nach Afghanistan abgeschoben worden. Damit sind nun seit Dezember insgesamt 92 Männer nach Afghanistan zurückgeflogen worden. Was für eine rasche Umsetzung der medial hinausposaunten verschärften Abschiebungen! Aber ca. 15.000 haben kein Bleiberecht. Bei diesem rasanten Abschiebetempo wird es 68 Jahre dauern, bis alle 15.000 nicht bleibeberechtigten Afghanen abgeschoben worden sind.

Ein weiteres Beispiel: Wir haben in Deutschland aktuell ca. 466.000 syrische Flüchtlinge, die von Hartz IV leben. Zurzeit ist die Familienzusammenführung ausgesetzt. Im Jahre 2018 werden die Grenzen für den Familienzuzug wieder geöffnet. Eine durchschnittliche syrische Familie hat ca. vier Köpfe. Also ist zu erwarten, dass alleine aus Syrien weit mehr als 1 Million Menschen im Rahmen des Familien Zuzugs nach Deutschland strömen werden. Aber das geschieht erst NACH der Wahl im September. Dann sitzen die politischen Versager bereits wieder in der Regierung.

Das Spezifische der CDU ist das Werfen von Nebelgranaten damit die Wähler nicht sehen, wohin die Reise geht.

Und die Reise geht Richtung Abgrund!

Wir wollen ein Sturm der Aufklärung entfachen der die Nebelschwaden fortbläst, damit die Wähler klare Sicht haben, damit sie sehen, was Sache ist. Das ist das eine Spezifische der AfD: die Aufklärung der Sachlage!

Meine sehr verehrten Damen und Herren, unsere Regierung bricht internationale Vereinbarung und lässt zu, dass Verträge gebrochen werden:

Nichteinhaltung der Konvergenzkriterien, des Stabilitätspakts, Anleihekäufe der EZB, Kreditvergabe der EZB ohne Sicherheiten – für die die Deutsche Bundesbank, und damit wir Bürger, mithaften,
Mißachtung des Dublin-III-Abkommens, der No-Bailout-Klausel …
Und innerhalb unseres Landes werden die Kranken- und Sozialkassen geplündert, es herrscht Überschuldung, 0-Zinsen ruinieren die private Altersvorsorge, Menschen fühlen sich nicht mehr sicher, es grassieren Zukunftsängste, Kinderarmut und es droht Altersarmut und das Rentensystem wird kollabieren!

Meine Damen Herrn, wir von der AfD wollen, dass Frauen und Mädchen auch abends unbehelligt durch unsere Parks gehen können,
wir wollen keine Parallelgesellschaften,
wir wollen Sicherheit für die alten und Zukunft für die jungen Menschen,
wir wollen westliche Rechtstaatlichkeit nicht die Scharia,
wir wollen keine Zweckentfremdung der Kranken- und Sozialkassen,
wir wollen einen schlanken Staat, und keinen, der uns ausplündert,
wir wollen ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild,
wir wollen Wohlstand schaffen, sichern und ausbauen.
Wir, die AfD, sind die Bewahrer der Interessen unserer Nation.

Das ist das Spezifische der AfD!
Deswegen sind wir unverzichtbar!
Deswegen werden wir gewählt!

Politik ohne Augenmaß

Viele Menschen machen die Beobachtung, dass in unserem Land einiges schief läuft. Einer der Kritikpunkte ist die Bevorzugung bestimmter Bevölkerungsgruppen.

Was ist damit gemeint?

Z. B.: Bei Deutschen sind nur Ehegatten, Lebenspartner und Kinder im Krankheitsfall mitversichert. Bei Türken und Personen aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens sind aber bei in Deutschland Versicherten auch deren Eltern mitversichert.
Nach einem Bericht im »Berliner Journal« werden für Asylanten in Berlin 11 € und in München 16 € pro Tag für Essen bezahlt. Hartz-IV-Empfänger stehen aber laut »Bundesagentur für Arbeit« rechnerisch lediglich 4,72 € zur Verfügung.

Und: Neulich war zu lesen, dass minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung den Steuerzahler im Monat zwischen 4.000 und 6.000 € kosten. Insgesamt fallen dafür im Jahr ca. 4 Mrd. € an. Zugleich haben wir in Deutschland etwa 2,7 Mio. Kinder, die an oder unterhalb der Armutsgrenze leben.

Gemäß der Berliner Morgenpost rechnen die Länder mit Kosten zwischen 12.000 und 15.000 € pro Flüchtling im Jahr. In Schleswig-Holstein bekommt ein Obdachloser in der gleichen Zeit im Schnitt weniger als 900 €.
Ausweislich des Sozialversicherungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Türkei, haben in Deutschland arbeitende Türken beispielsweise Anspruch auf Kindergeld. Nun verhält es sich so, dass die Lebenshaltungskosten und die Löhne in der Türkei deutlich tiefer liegen als bei uns. Türken, die bei uns arbeiten, deren Kinder aber in der Türkei wohnen, haben deswegen gegenüber Deutschen Arbeitnehmern erhebliche Vorteile, weil sie für das Kindergeld in der Türkei deutlich mehr kaufen können, als ihre deutschen Kollegen in Deutschland.

Diese Beispiele belegen die offensichtliche Schieflage in manchen Bereichen.

Hier ist die Politik gefordert, für mehr Augenmaß zu sorgen!