Deutschland auf dem Weg in die Rezession?

Dass Deutschland auf einen wirtschaftlichen Abschwung zusteuert, ist kein Geheimnis. Dieser Abschwung wird stärker sein, als die führenden Ökonomen dies in den letzten Jahren prognostizierten. Lange waren unsere Warnungen als Unkenrufe verschrien. Inzwischen aber gelangen auch Chefökonomen zu der Einsicht, dass es eine Vielzahl falsch getroffener politischer Entscheidungen gab und noch gibt, die sich mittelfristig auf die Wirtschaftskraft und auf die Portemonnaies der Bürger auswirken werden.

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EZB: Weiter in die Sackgasse

In seiner heutig Sitzung beschloss der EZB-Rat eine Verstärkung des geldpolitischen Kurses. Die Negativzinsen werden noch negativer.

Hierzu kommentiert Dr. Bruno Hollnagel, Mitglied im Finanzausschuss: „Die EZB will den Euro, und damit sich selbst, retten. Dabei rennt sie weiter in die Sackgasse. Ungeachtet der Erfolglosigkeit der bisherigen Maßnahmen wird die Dosierung des Giftes erhöht. Sämtliche langfristigen Risiken durch die Manipulation der Zinsen werden vernachlässigt. Die Folgen: Kapitalfehllenkungen, Fehlbewertung von Risiken, Bestrafung des Geldbesitzes (Sparer, Rentenkassen, Versicherungen  etc.), und ein steigender Anteil an Zombie-Unternehmen.“

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Konjunkturprogramm? Dann aber richtig, durch eine Senkung der MwSt!

Die Konjunktur schwächelt unübersehbar. Deutschland ist unter den EU-Ländern das ökonomische Schlusslicht.[1] Wie zu hören ist, wird nun erwogen, ein Konjunkturprogramm aufzulegen, um der Konjunktur Impulse zu geben[2]. Konkret ist noch nichts, aber wie zu lesen war, soll der Staat Geld in die Hände nehmen. Das klingt nach aktiver, gestaltender Politik. Doch will die Regierung damit wirklich die Wirtschaft ankurbeln oder doch nur die Gelegenheit ergreifen, Versäumnisse der Vergangenheit unter dem Deckmantel „Konjunkturprogramm“ zu kaschieren? Immerhin: viele Mängel sind hausgemacht und haben sich im Laufe von Jahren mehr und mehr aufgetürmt: Mängel im IT-Netz, Straßen- und Brückenbau, militärisches Gerät, … Die hätten gar nicht erst zustande kommen dürfen. Sie sind ein deutliches Zeichen gravierender Versäumnisse.

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Eklatantes Versagen der deutschen Politik: Deutschland ökonomisches Schlusslicht der Euro-Zone

Fakt ist, das Bruttoinlandprodukt (BIP) sank gegenüber dem Vorquartal um 0,1 %. Wenn man den Zeitungen glauben mag, dann sind der „Handelskrieg“ – oder treffender Machtkampf – zwischen Deutschland und den USA, der Brexit und die globale wirtschaftliche Abschwächung, dafür verantwortlich.

Dass diese Einflüsse auch die deutsche Konjunktur nicht unbeeinflusst lassen, steht außer Frage. Fakt ist aber auch, dass die deutsche Wirtschaft sich seit längerem nur noch im Kriechgang vorwärts bewegt. Wir erleben Entlassungen, Gewinneinbrüche und Unternehmenskonkurse. Und das hat tiefergehende, nationale wie europäische Gründe. Kapitalfehllenkungen, unzureichende Renditen und Fehleinschätzungen von Risiken sind die übergeordneten Gründe. Im Einzelnen sind zu nennen:

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Energiewende in der Sackgasse – Schluss mit dem Wahnsinn!

Es ist Aufgabe der amtierenden Politik, Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Hier ist die Regierungspolitik bei der Umweltpolitik krass gescheitert: Einerseits drohen Deutschland bei Nichterreichung des CO2-Emissions-Ziel bis zu 62 Mrd. € Strafe[1], andererseits ist das Ziel nur erreichbar, wenn Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, was finanzielle Zuwendungen in Höhe von 38 Mrd. € erforderlich macht[2] und die Stabilität des Stromnetzes gefährdet[3]. Zudem wird es zu erhöhten Stromkosten kommen – die jetzt schon in Relation der Wettbewerber zu hoch sind. Zur „sozialen Abfederung“ wird es zur weiter ausbordenden Bürokratie kommen.

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Die EZB täuscht

Angeblich wollte die EZB mit ihrer Null-Zins-Politik die Inflation auf 2 % ansteigen lassen. Das ist ihr nicht gelungen. Die Frage ist, warum?

An anderer Stelle wurden hier schon die gravierenden Fehler (Kapitalfehllenkung, Kapitalvernichtung, Blasenbildung, Erosion der Ertragsquelle von Banken, Fehleinschätzung von Risiken …) der EZB-Politik dargelegt. Hier nun ein weiterer gravierender Fehler.

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Anhörung des Bundesverfassungsgerichts zu den Anleihekäufen der EZB: Sind der Erfolg und die Risiken der Anleihekäufe quantifizierbar und verhältnismäßig?

Die EZB hatte in den vergangenen Jahren schon Papiere im Wert von 2,57 Billionen € – davon ca. 2,1 Billionen Staatsanleihen – erworben. Das Programm endete zwar Ende 2018; doch Erlöse aus fällig gewordenen Anleihen wurden vollständig in gleichartige Anleihen reinvestiert. Die Frage der Kläger ist nun, hatte die EZB ihre Zuständigkeit überschritten (für eine sichere Geldversorgung und stabiles Geld zu sorgen) und – verbotenerweise – monetäre Staatsfinanzierung betrieben, und dadurch die Haushaltshoheit der Mitgliedstaaten unterlaufen?

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Ergänzungen zum Bundesverfassungsurteil zur Bankenunion

Die Kläger unter der Führung des wirtschaftspolitischen Experten Markus C. Kerber machen folgende Punkte in ihrer Beschwerde geltend:

Es würden durch die Bankenunion nationale Aufsichtsrechte ohne ausreichende Grundlagen in den EU-Verträgen beschränkt («ultra vires»), wogegen die Haftungsrisiken für die nationalen Steuerzahler steigen würden. Das gefährde am Ende auch die Finanzstabilität in Deutschland.

Die Finanzstabilität sei eine nationale Pflichtaufgabe, auf die ein Grundanspruch der Bürger gegenüber dem Staat bestehe. Die Finanzstabilität sei somit letztlich ein Teil der Eigentumsgarantie, die der Staat den Bürgern gebe.

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Bundesverfassungsurteil haarscharf an der Realität vorbei: Nationale Bankenaufsicht stärken, Verlagerung der Verantwortlichkeiten auf die EZB unterbinden

Die grenzüberschreitenden, ggf. systemischen Risiken großer Banken, trugen in der Finanzkrise die Steuerzahler mit. Eine zentrale Aufsicht soll große Banken kontrollieren und Risiken frühzeitig erkennen.

In einem kürzlich vom EuGH ergangenem Urteil zur L-Bank wurde davon gesprochen, dass die EZB die ausschließliche Zuständigkeit in der Bankenaufsicht habe.

Zur etwaig notwendigen Abwicklung einer Bank ist ein Fonds geschaffen worden, der solche Abwicklungskosten abdecken soll, um so den Steuerzahler vor Schäden zu bewahren. Dieser Fonds ist durch zwangsweise Sonderabgaben von allen Banken zu füllen. Die Kläger sehen in der Sonderabgabe den Tatbestand einer irreversiblen Kapitalübertragung auf europäische Instanzen als gegeben an. Dies geschieht, ohne dass deutsche Verfassungsorgane bzw. die deutschen Institute die Verwendung dieser Mittel kontrollieren oder beeinflussen können. Der Kläger Prof. Kerber sieht bei der Bankenunion eine Haftungszunahme bei „vollständigem Herrschaftsverlust.“ Dies sei verfassungsfeindlich.

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Drohender Absturz der Wirtschaft: Die verantwortliche Politik kümmert sich nicht

Viele Veröffentlichungen[1] befürchten im Herbst einen schmerzhaften Konjunktureinbruch. Berichtet wird vornehmlich von Auftragseinbrüchen in den Branchen Maschinen- und Automobilbau. Die Pkw-Produktion sank – wie ich meine – überwiegend selbst verursacht (Dieselskandal, Fahrverbote, E-Mobilität) im Juni 2019 um 24,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch andere Branchen sind betroffen und melden Entlassungen. Der reale Auftragseingang der gesamten deutschen Industrie sank im Mai 2019 um 8,6 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Auftragsbestände erscheinen hingegen noch nicht besorgniserregend.

Kaum Beachtung findet dabei aber die Tatsache, dass kleine und mittlere Unternehmen schließen müssen, oder ihre Produktion ins Ausland verlagern! Das bedeutet: Gut bezahlte Industriearbeiter-Jobs verschwinden, hingegen nehmen Teilzeitjobs, gering bezahlte Jobs (die sogenannte Pizza-Wirtschaft mit schlecht bezahlten Dienstleistungsjobs) und Minijobs zu. Die Anzahl der Beschäftigten bleibt zunächst fast unverändert, aber deren Einkommen sinkt!

Besonders erwähnenswert ist, dass 15 Prozent aller Geflüchteten, die Hartz IV beziehen, zwar eine Arbeit hätten, aber aufstocken müssten. So steigt also mit der Anzahl dieser Erwerbstätigen zugleich die Zahl der Hilfebedürftigen.

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